Meditation und Wissenschaft

Studien aus dem Bereich der Hirnforschung zeigen die verblüffenden Auswirkungen von Meditation auf das menschliche Gehirn.Viele Meditierende berichten von positiven Auswirkungen der Meditation auf das subjektive Wohlbefinden und die Selbstwahrnehmung. Gibt es aber auch objektive, wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit von Meditation?

In den letzten zwei Jahrzehnten begann die moderne Naturwissenschaft sich verstärkt mit der Meditation zu befassen. Zunächst waren es Mediziner, die vor allem die positiven Auswirkungen von Meditation auf die Gesundheit erforschten. So konnten Studien unter anderem nachweisen, dass Meditation den Blutdruck senkt, Stresssymptome lindert, das Immunsystem verbessert und Hilfe bei Schlafstörungen und chronischen Schmerzen bietet. Die Grundlagen für die Meditationsforschung haben Pioniere wie Harvards Dr. Benson („Relaxation Response“) und Jon Kabat-Zinn gelegt. In jüngster Zeit waren es aber vor allem Neurologen wie Richard Davidson und Sara Lazar, die mit ihren Studien die Aufmerksamkeit der wissenschaftlichen Gemeinschaft und der Öffentlichkeit auf sich zogen.

 

Hirnforschung und Meditation

Mithilfe neuester wissenschaftlicher Werkzeuge wie zum Beispiel der Messung des regionalen cerebralen Blutflusses (rCBF), der Magnetresonanz-Tomographie (MRT), der Magnetoenzephalographie (MEG) und der verbesserten Elektroenzephalographie (EEG) sind Hirnforscher und Neurologen in der Lage, die Wirkung von Meditation auf das menschliche Gehirn nachzuvollziehen. Sie waren so in der Lage, wissenschaftlich solide zu belegen, dass Meditation nicht nur die Art, wie das Gehirn funktioniert, grundlegend verändert, sondern dass ihre Wirkungen bis in die physische Struktur des Gehirns reichen.

 

Meditation optimiert die Funktionsweise des Gehirns

Forscher der Universität von Wisconsin fanden in einer Studie mit tibetischen Mönchen heraus, dass ein durch Meditation geschultes Gehirn ganz anders funktioniert als ein ungeschultes. Gearbeitet wurde dabei mit der tibetisch-buddhistischen Meditation auf bedingungsloses Mitgefühl. Richard Davidson, Neurologe am Institute for Functional Brain Imaging der Universität von Wisconsin ist der Meinung, dass die Ergebnisse ein bislang ungeahntes Potential des menschlichen Gehirns erahnen lassen. Die Studie kam unter anderem zu folgenden Ergebnissen:

 

Menschen mit langer Meditationspraxis weisen während der Meditation eine erhöhte Frequenz von Gamma-Wellen auf. Das sind Gehirnwellen, die mit höherer geistiger Aktivität, starker Konzentration und Lernprozessen in Verbindung gebracht werden. Die Gamma-Wellen-Frequenz war bereits überdurchschnittlich, bevor die Mönche zu meditieren begannen. Dies legt nahe, dass die Wirkung von Meditation auf die Gehirnwellen dauerhaft und nicht auf den Zeitraum der Meditation begrenzt ist. Die Gehirne der Mönche dieser Studie wiesen gegenüber der Vergleichsgruppe ohne vorherige Meditationspraxis mehr und ungewöhnlich starke Gamma-Wellen auf. Die Intensität der Gammawellen entsprach ungefähr der Dauer der persönlichen Meditationspraxis. Einige der sehr erfahrenen Mönche wiesen die stärksten Gamma-Wellen auf, die je in einem menschlichen Gehirn nachgewiesen wurden. In der Kontrollgruppe ohne vorherige Meditationspraxis war der Zuwachs an Gamma-Wellen während der Meditation nur gering.

 

Der menschliche Geist kann durch Meditation geschult werden. Meditative Schulung verändert das Gehirn und vergrößert seine Kapazität für Bewusstsein, Glück und Mitgefühl.

 

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Erforschung der Meditation